Prompt Marius KI-Fund #01

Anleitung zum Reel · Stichwort BAUPLAN

Der REA-Bauplan

So schaut dein KI-Agent in eine fertige App – ohne Quellcode – und erklärt dir, wie eine Funktion gebaut ist. Danach baust du sie mit eigenem Code nach. Hier steht alles: Einrichtung, fertige Prompts und was erlaubt ist.

  • Open Source · MIT-Lizenz
  • Analyse auf deinem Rechner
  • KI-Agent kostet meistens extra

Stand: 17. Oktober 2026 · Fakten geprüft am 14. Oktober 2026 an den offiziellen Quellen

Was REA ist

REA steht für „Reverse Engineer Anything“ und ist ein Open-Source-Projekt auf GitHub (MIT-Lizenz). Es gibt deinem KI-Agenten – zum Beispiel Claude Code, Codex oder Cursor – die Analyse-Werkzeuge der Profis an die Hand, etwa Ghidra.

Du fragst ganz normal: „Wie funktioniert hier eigentlich die Suche?“ Der Agent untersucht die fertige Datei, verfolgt die Funktion bis in den Code, zeigt dir Belege – und setzt dir auf Wunsch eine ähnliche Funktion mit eigenem Code in deinem Projekt um.

Was REA untersuchen kann (laut Projektbeschreibung)

  • native Programme über Ghidra, Hopper oder IDA – mit Pseudocode, Assembly, Texten, Symbolen und Aufrufen
  • JavaScript-/Electron- und .NET-Apps auch ohne diese Werkzeuge
  • mit Zusatzwerkzeugen weitere Ziele, zum Beispiel Android-Apps

Nur die offiziellen Quellen nutzen

Bei viralen Projekten tauchen Kopien mit ähnlichem Namen auf – davor warnt REA selbst. Installiere nur von hier:

Was du brauchst – und was es kostet

  • Node.js in Version 22.19 oder neuer (auch 24.11+ oder 26+), dazu npm
  • einen KI-Agenten, zum Beispiel Claude Code, Codex oder Cursor
  • nur für native Programme: Ghidra, Hopper oder IDA
REA
0 €
Ghidra
0 €
Hopper oder IDA
Claude Codenicht im Free-Plan, erst ab Pro: 17 $/Monat bei jährlicher, 20 $ bei monatlicher Zahlung (Stand 14.10.2026)
Codex, Cursoreigene Preise der Anbieter

Heißt: REA selbst ist kostenlos. Den KI-Agenten zahlst du meistens extra.

Einrichten in vier Schritten

  1. Node.js prüfen

    Öffne ein Terminal und tippe:

    node --version

    Steht dort v22.19 oder höher, passt es. Sonst Node.js neu installieren.

  2. Agent startklar machen

    Dein KI-Agent muss installiert sein und du musst angemeldet sein – zum Beispiel startet claude im Terminal Claude Code.

  3. REA einrichten

    npx rea-agents setup

    Das Setup meldet REA als Werkzeug-Server (MCP) bei deinen Agenten an – etwa bei Claude Code, Codex oder Cursor. Sieht dein Agent die neuen Werkzeuge nicht gleich, starte ihn einmal neu.

  4. Nur für native Programme: Ghidra

    Für .exe-Dateien und andere native Programme braucht REA Ghidra, Hopper oder IDA. Einrichtungs-Anleitungen findest du auf rea.tools. Unter Windows gilt die Ghidra-Anbindung laut Projekt noch als experimentell. Für die Übungs-App unten brauchst du das nicht.

Kurzer Test im Agenten: „Welche REA-Werkzeuge stehen dir zur Verfügung?“

Erster Lauf – an etwas, das dir gehört

Übe zuerst an deiner eigenen App. Hast du gerade keine? Dann nimm unsere Notizen-App: eigens dafür geschrieben, eigener Code, MIT-Lizenz, JavaScript – also ohne Ghidra.

Notizen-Demo
ZIP · 4 KB · Suche mit Tippfehler-Toleranz

Demo herunterladen
  1. Entpacken und ausprobieren

    cd notizen-demo
    node notizen.js suche milch
  2. Ordner im Agenten öffnen

    Zum Beispiel claude im Ordner notizen-demo starten.

  3. Prompts unten der Reihe nach nutzen

    Für [PFAD] setzt du notizen.js ein.

  4. Gegenprobe machen

    Der Code der Demo ist absichtlich gut lesbar. Vergleiche die Erklärung des Agenten damit – so lernst du, wie verlässlich die Analyse ist.

Fünf Prompts zum Kopieren

Funktioniert mit Claude Code, Codex oder Cursor. Eckige Klammern ersetzt du durch deine Angaben.

Regeln für die Sitzung (zuerst)

Regeln für diese Sitzung:
- Untersuche nur Software, die mir gehört, Open Source ist oder für die ich eine Erlaubnis habe. Frag nach, wenn das unklar ist.
- Umgehe keine Lizenzprüfung, keinen Kopierschutz, kein DRM und keinen Anti-Cheat.
- Gib keinen dekompilierten Code fremder Software wörtlich wieder und übernimm ihn nicht in mein Projekt.
- Wenn ein Schritt gegen diese Regeln verstoßen würde: Stopp und sag es mir.

Die „Clean-Room-Regel“: Der Agent lernt das Prinzip, kopiert aber nichts.

Verstehen

Untersuche mit den REA-Werkzeugen die Datei [PFAD]. Erklär mir in einfachen Worten, wie die Suchfunktion arbeitet: Was geht rein, was passiert damit, was kommt raus? Schreib noch keinen Code.

Belege zeigen

Zeig mir zu jeder Aussage den Beleg aus der Analyse (Funktion, Text oder Aufruf). Markiere klar, was belegt ist und was du nur vermutest.

Unsicherheiten nennen

Was konntest du nicht sicher klären? Liste die offenen Punkte und schlag vor, wie ich sie prüfe – zum Beispiel, indem ich die App ausprobiere.

Mit eigenem Code nachbauen

Bau in meinem Projekt [ORDNER] eine ähnliche Suche – mit eigenem Code. Übernimm nur das Prinzip: keinen Code, keine Texte und keine Grafiken aus der untersuchten App. Schreib Tests dazu und erklär mir am Ende, was du gebaut hast.

Was darf ich analysieren?

Verstehen, wie eine Funktion arbeitet – und sie mit eigenem Code selbst bauen. Nur bei eigener Software, Open Source oder mit Erlaubnis.

Grün – mach ruhig

  • deine eigene App oder dein eigenes Programm
  • Open-Source-Software (beim Weitergeben die Lizenzpflichten beachten, z. B. GPL)
  • mit Auftrag oder Erlaubnis der Rechteinhaber – etwa für Kunden oder ein Bug-Bounty im erlaubten Umfang
  • Übungsziele, die genau dafür gemacht sind: CTF-Aufgaben, Crackmes, unsere Notizen-Demo
  • eine fremde App ganz normal benutzen, ihr Verhalten beobachten und die Funktion dann mit eigenem Code bauen

Gelb – nur eng und mit Vorsicht

  • fremde Software dekompilieren, nur damit dein eigenes Programm mit ihr zusammenarbeitet (Dateiformat, Schnittstelle) – das erlaubt das Gesetz nur unter engen Bedingungen (§ 69e UrhG)
  • Fehler in gekaufter Software selbst beheben – das kann der Vertrag regeln
  • Websites oder Electron-Apps untersuchen: Code lesen heißt nicht kopieren dürfen, Texte und Design sind geschützt

Rot – lass es

  • eine fremde, gekaufte App dekompilieren, um sie nachzubauen
  • dekompilierten fremden Code oder Grafiken in dein eigenes Produkt übernehmen
  • gekaufte Spiele dekompilieren, lauffähig nachbauen oder teilen
  • Firmware-Sperren umgehen oder versteckte Funktionen freischalten
  • Lizenzprüfung, Kopierschutz, DRM, Anti-Cheat oder Abo-Sperren umgehen

Kurzfassung für Deutschland und die EU, Stand Oktober 2026 – keine Rechtsberatung. Im Zweifel vorher fragen. Auch REA selbst untersagt in seinen Nutzungshinweisen (DISCLAIMER), DRM, Lizenzprüfungen oder Anti-Cheat zu umgehen und fremde Software zu kopieren.

Deine Daten

Die Analyse läuft auf deinem Rechner. Die Ergebnisse der Werkzeuge bekommt aber dein KI-Agent – und damit dessen Anbieter. Für sie gilt dessen Datenschutz.

Untersuche also nichts, was du nicht teilen darfst, zum Beispiel Apps mit Kundendaten.

Keine Kooperation mit REA, keine Affiliate-Links. Diese Seite setzt keine Cookies und lädt nichts von fremden Servern.

Fragen?

Antworte einfach auf die Instagram-Nachricht, über die du hier gelandet bist – dann meldet sich Marius persönlich.

Mehr KI-Werkzeuge, ehrlich erklärt: @promptmarius auf Instagram.